Handwerkertag im Odenwälder Freilandmuseum

Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts hinein gab es in jedem Dorf verschiedenste Handwerker, die für die Bewältigung des täglichen Arbeits- und Lebensalltag unentbehrlich waren. Vom Dorfschmied und Wagner über den Schneider, den Rechenmacher, den Schuster, den Seiler und Sattler reichte die Bandbreite. Sie stellten die jeweiligen für den Alltag notwendigen Artikel natürlich alle selbst her und waren vor allem nachgefragt, diese auch wieder zu reparieren, so lange dies nur irgend ging.

Heute sind diese Berufe fast vollständig aus unserer Lebenswelt verschwunden. Arbeitsgeräte, Kleidung und Arbeitsmaterialien der modernen Welt werden von der Stange gekauft. Wie der Schuster einen Schuh repariert oder der Seiler ein Hanfseil anfertigt weiß heute kaum noch jemand. Dementsprechend rar sind diejenigen Experten, die diese Handwerkstechniken noch oder wieder beherrschen. Auch in diesem Jahr gelang es dem Odenwälder Freilandmuseum wieder geeignete Vorführende für altes dörfliches Handwerk zu finden. Am Sonntag, den 13. August finden sich Sattler, Schmied, Drechsler, eine Filzerin, eine Buchbinderin und ein Korbflechter im Odenwälder Freilandmuseum ein und führen ihre Handwerkstechniken vor.

Die „altertümlichen“ Arbeiten vor der historischen Kulisse der Museumsgebäude zu sehen, ist ein besonderes Erlebnis. Kinder können an diesem Tag frisch gedrechselte Tanzkreisel selbst bemalen und von 14.00 bis 16.00 Uhr besteht die Möglichkeit zum Ponyreiten mit den Freizeitreitern Link. Die Handwerks-Vorführungen finden von 13 Uhr bis 18 Uhr statt; das Museum nebst historischer Vesperstube ist wie immer von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

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