Handwerkertag am 12. August

Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts hinein gab es in jedem Dorf verschiedenste Handwerker, die für die Bewältigung des täglichen Arbeits- und Lebensalltag unentbehrlich waren. Vom Dorfschmied und Wagner über den Schneider, den Rechenmacher, den Schuster, den Seiler und Sattler reichte die Bandbreite. Sie stellten die jeweiligen für den Alltag notwendigen Artikel natürlich alle selbst her und waren vor allem nachgefragt, diese auch wieder zu reparieren, so lange dies nur irgend ging.

Heute sind diese Berufe fast vollständig aus unserer Lebenswelt verschwunden. Arbeitsgeräte, Kleidung und Arbeitsmaterialien der modernen Welt werden von der Stange gekauft. Dementsprechend rar sind diejenigen Experten, die diese Handwerkstechniken noch oder wieder beherrschen. Auch in diesem Jahr gelang es dem Odenwälder Freilandmuseum wieder geeignete Vorführende für altes dörfliches Handwerk zu finden. Am Sonntag, den 12. August finden sich Sattler, Schmied, Besen- und Rechenmacher, Drechsler, eine Filzerin, ein Bildhauer und ein Korbflechter und führen ihre Handwerkstechniken vor. Außerdem zeigt die Kräuterfrau Marlene Müller wie man früher Zunder, der zum Entzünden eines Feuers genutzt wurde, herstellte.

Die „altertümlichen“ Arbeiten vor der historischen Kulisse der Museumsgebäude zu sehen, ist ein besonderes Erlebnis. Kinder können an diesem Tag frisch gedrechselte Kreisel selbst bemalen. Das Museum nebst historischer Vesperstube ist von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

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