Name für Museums-Lämmchen gesucht – Wettbewerb am Schaftag

Am Sonntag, den 7. Mai ist es wieder soweit, in unserem Museum werden die Museumsschafe geschoren. Das Schafescheren, das Präzision und Geschick erfordert, ist um diese Jahreszeit einerseits notwendig für das Tier, dessen Wolle vollständig verfilzen würde, scherte man es nicht. Zum anderen stand die Schafschur früher am Anfang der Handlungen zur Eigenversorgung mit Bekleidungsstücken im bäuerlichen Haushalt.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten an diesem Tag die Möglichkeit über das Scheren hinaus, die weiteren Zusammenhänge der Abhängigkeiten des Menschen vom Tier zu verstehen.  Beispielsweise welche kulturellen Fertigkeiten der Mensch im Rahmen seiner Nutztierhaltung anwandte, um seinen Bedarf an Kleidungsstücken zu decken. Denn auch die „Wollprodukte“, die von fleißigen Frauenhänden unter Zuhilfenahme verschiedener Techniken und mit viel Fingerfertigkeit im Haus vorgenommen wurde, kann an diesem Tag anschaulich verfolgt werden: Niemand kann dies besser und origineller vorführen als die Damen der Spinnstube Höpfingen.

 

Außerdem veranstaltet das Odenwälder Freilandmuseum einen Namenswettbewerb für das Museums-Schäfchen, das Mitte April geboren wurde. Die kleinen Besucher dürfen an diesem Tag ihrer Kreativität freien Lauf  lassen und  Namensvorschläge für das Lämmchen abgeben. Die Jury unter der Leitung von Bürgermeister Markus Günther wird unter den eingereichten Vorschlägen einen Namen für das kleine Coburger Fuchsschaf auswählen. Zu gewinnen gibt es ein Plüschtier und eine Saisonkarte für die ganze Familie. Der Gewinner wird postalisch benachrichtigt.  

Für Kinder besteht die Möglichkeit an diesem Tag außerdem die Möglichkeit kleine Schafe zu basteln.  Und auch das originelle Kindertheater Abraxas macht an diesem Tag im Odenwälder Freilandmuseum Station  und gibt jeweils um 14.00 und um 15.30 Uhr eine Vorstellung für kleine und große Gäste die thematisch zum Schaftag passt und bei der sogar etwas Kleines gefilzt werden kann.

In der Außenstelle des Museums, am Großbauernhof Schüßler, geht es an diesem Tag heiß her: Franz Schell nimmt die Schmiede in Betrieb und zeigt welches Können das Schmiedehandwerk erfordert. Vor der Mechanisierung der Landwirtschaft gab es in jedem Dorf mindestens einen Schmied. Das Handwerk war überlebenswichtig für die bäuerliche Gesellschaft. Heute ist dieses Handwerk in Deutschland  zumeist auf große Gießereien beschränkt und selten bietet sich die Gelegenheit einem Fachmann beim Schmieden von Nägeln u.ä. über die Schulter zu schauen.

Das Schafscheren findet um 13.30 Uhr und 15.00 Uhr statt. Die Vorstellungen des Kindertheaters beginnen jeweils um 14.00 und 15.30 Uhr. Spinnvorführungen durch die Spinnstube Höpfingen ab 13.00 Uhr. Das Museum ist wie immer von 10-18 Uhr geöffnet, ebenso die Museumsgaststätte. Weiter Informationen unter Tel. 06286-320.

Zusätzliche Informationen