„Wolle“ soll bald Geschwister kriegen

Erfolgreicher Wettbewerb des Odenwälder Freilandmuseums:
Jenneke Stumpf durfte dem Lämmchen den Namen geben

Heimatgeschichte erlebbar und begreifbar machen und zu zeigen, wie die Menschen in unserer Region früher gelebt haben, das ist das Ziel des Odenwälder Freilandmuseums.

Leiterin Margareta Sauer weiß aber genau, dass sie den Besuchern – und vor allem den Familien mit Kindern – die ein oder andere zusätzliche Attraktion bieten muss. Umso mehr freut sie sich darüber, dass seit kurzem wieder Schafe im Museum grasen. Und die haben bereits Nachwuchs: Das kleine Museumslämmchen hört auf den Namen „Wolle“.
Für diesen Namen hatte sich die Mehrheit der 91 Kinder entschieden, die am 7. Mai im Museum an dem entsprechenden Wettbewerb teilgenommen haben.

 

Gestern zeichneten Margareta Sauer und Bürgermeister Markus Günther die Siegerin dieser Namenskür aus: Die neunjährige Jenneke Stumpf aus Neckarburken hatte Glück. Unter allen Kindern, die für den Namen „Wolle“ gestimmt hatten, wurde sie gezogen. Margareta Sauer überreichte ihr und ihrer siebenjährigen Schwester Nynkeje ein Plüsch-Schaf.Für die Eltern gab es eine Saisonkarte für das Museum.
„Wir hoffen auf weiteren Nachwuchs“, sagte Bürgermeister Günther. Während es bei den Schafen bis zum nächsten Jahr dauern wird, wird sich die Familie Ganter schon bald  vergrößern. Die Museumsgans brütet gerade.

Doch nicht nur die tierischen Bewohner pflanzen sich fort, das Museum wächst auch baulich: Vor kurzem haben die Arbeiten für den Ausbau des Dachgeschosses im Bofsheimer Haus begonnen. Das Bofsheimer Haus steht schon seit 1990 auf dem Museumsareal, wobei es zunächst rund zwei Jahrzehnte lang im Dornröschenschlaf verharrte. Dann wurde das Erdgeschoss ausgebaut, und nun konnte – Dank einer Spende der Sparkassenstiftung – mit dem Ausbau des Dachgeschosses begonnen werden.

Durch die Spende konnte der Eigenanteil gestemmt werden, der nötig ist, um die Landesmittel zu erhalten. Das Restaurationsteam um Jürgen Weimann ist gerade dabei, das 1777 von Landwirt Johann Adam Geiger in Bofsheim errichtete Bauernhaus originalgetreu auszubauen.

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