Das Museum

 

Im Walldürner Ortsteil Gottersdorf, nahe der bayerischen Landesgrenze, liegt das Odenwälder Freilandmuseum als nördlichstes Freilandmuseum Baden-Württembergs. "Badisch Sibirien" nannte man den Odenwaldteil des Großherzogtums Baden früher; bezogen war dies auf die Abgeschiedenheit der Gegend, das rauhe Klima und die durch karge Böden bedingten bescheidenen Lebensgrundlagen der damaligen ländlichen Bevölkerung. Hierher wurden Beamte strafversetzt. In der zweiten Hälfte des 20.Jh. haben sich die Zeiten in vieler Hinsicht geändert und heute schätzt der Ruhe suchende Urlauber die herrliche Landschaft und die Randlage abseits der großen Verkehrsströme und genießt die Museumsanlage am ehemaligen Fischteich des Klosters Amorbach.

Die versetzten historischen Gebäude ermöglichen tiefe Einblicke in die meist schlichte, aber auch sehr fesselnde Vergangenheit der früheren ländlichen Lebens- und Arbeitswelt. Die Bandbreite der 16 bereits fertig gestellten Häuser der noch nicht vollendeten Anlage reicht schon jetzt vom bescheidenen Taglöhnerhäuschen bis zum stattlichen Großbauernhof, von der dörflichen Postagentur bis zur Landschusterei, von der Grünkerndarre bis zur Ziegelhütte, wobei ein Zeitraum vom 17. bis 20.Jh. erfasst ist.

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